Über das Ich hinaus

Ich heiße alle willkommen,
die sich einer fundierten,
Ich-überschreitenden Praxis hingeben wollen.

Das Gesetz der Liebe fordert von uns Menschen, das Ich zu überschreiten, denn nur in der Überschreitung des falsch verstandenen Ichs offenbaren sich Wahrheit, Schönheit und Güte. In Wahrheit bist du reines Sein, gegenstandslose Weite. Du bist an und für sich frei, ungeteilt, ungebunden und ewig. Du bist reines Bewusstsein. Auch wenn es sich durch den jetzigen Körper zeitlich begrenzt zeigt und nur im Rahmen seiner Konditionierungen und Neigungen ausdrückt, ist es in sich unbegrenzt und ewig. Dieses grenzenlose Bewusstsein kann zu sich selbst erwachen und alle Selbst-Definitionen und Ich-Vorstellungen hinter sich lassen. Es existiert ohne die geringste Spur von Eingrenzung, wird jedoch von der irrigen Vorstellung eines abgesonderten Ichs überlagert, von einer traumhaft angenommenen Identität, die sich in das Illusionäre und Vergängliche hinein bindet. Nur durch tiefe Hingabe an seine Quelle kann das falsch verstandene Ich erkannt, entkräftet, ausgedörrt und letztendlich überschritten werden. Das ist möglich.

Im Retreat, wo wir über mehrere Tage zusammensitzen, kommst du mit diesem Mysterium in Kontakt, mit dieser reinigenden Kraft der Shakti, die für die Transformation zuständig ist. Obwohl hier niemand etwas Spezielles tut (das Gegenteil ist der Fall, wir hören auf, etwas zu tun und an uns herum zu manipulieren), finden subtile Erkenntnisprozesse statt, energetische Entladungen und geistige Weiterentwicklung. Hier findest du zur Quelle von Liebe und Glück. Je nachdem, wie sehr du dich öffnest und einlässt, wirst du die strahlende Kraft und Wirklichkeit bemerken, die allem Sein zugrunde liegt. Unsere Begegnung schafft Raum für diese Wahrnehmung, für Intuition und Sensitivität, für Initiation und Vermittlung höchster Wahrheit.

Der Vorgang inneren Erwachens, fortschreitender Erkenntnis und sich manifestierender Göttlichkeit beginnt im Herzen, dem Ort des Seins, dem Ort des Ich-bin. Hier ist die Schnittstelle zur Unendlichkeit, zur Unsterblichkeit. Hier findet die Erweckung statt. Alle Erkenntnisse zur Ich-Überschreitung werden dir im Herzen offenbart. Sie werden dir als ein Mysterium gegeben, das dich innerlich berührt und ergreift und dich tief in der Wahrheit verankert. Die Erweckung im Herzen ist eine Initiation und Einweihung in die höheren Ebenen des Daseins und auch eine Entfaltung der höheren Ebenen des Daseins. Vor dieser Erweckung lebt der Mensch in seinen Bedürfnissen eher rudimentär. Er ist in hypnotisierender Weise auf Körper und/oder Intellekt bezogen und insgesamt darin gefangen. Seine Erfahrungen drehen sich primär um das falsch verstandene Ich, also diesen geerbten psychosomatischen Apparat.

Ich-Transzendierung ist die höchste Form spiritueller Praxis. Alle anderen Formen spiritueller Praxis sind ihr untergeordnet. Sie sind mehr eine vorbereitende Praxis und dienen der Verfeinerung des Systems. Religionen und traditionelle Wege läutern und intensivieren die Selbstwahrnehmung, das ist klar, aber sie haben immer schon ihre eingebauten Grenzen. Obwohl ihre Hinweise, Strukturen und Disziplinen selbstverständlich wertvoll sind, ist nichts vergleichbar mit einer radikalen und direkten Praxis ich-überschreitender Hingabe. Für diese Praxis braucht der Einzelne ein großes Maß an Ernsthaftigkeit, Mut zu ehrlicher und gründlicher Selbstbetrachtung, Vertrauen und Ausdauer. Das falsch verstandene Ich ist sehr trickreich und stellt mit seinen Taktiken ein wirkliches Hindernis dar, ins ewige Leben reinen Seins einzutreten – in das, was nicht kommt, nicht geht und nicht gebunden ist.

Ich-Überschreitung ist nicht zu verwechseln mit einem guten und erfolgreichen Leben, in dem wir schöne Erfahrungen suchen. Es hat nichts mit Wunscherfüllung zu tun. Es geht auf keinen Fall um Erfahrungen um ihrer selbst willen. Es geht nicht um Lebensoptimierung, um Beziehungen oder Erfolg um ihrer selbst willen, obwohl eine ich-transzendierende Praxis auch Wohlbefinden, Stabilität, gelungene Beziehungen und Erfolg schenken kann. Doch gesunde und bewusste Lebensführung sind noch kein Ersatz für Ich-Transzendierung. Egal, ob es uns zu einem bestimmten Zeitpunkt gut oder schlecht geht – und das ist hierbei nicht die Frage – Ich-Überschreitung ist unerlässlich für innere Freiheit. Sie hat Auswirkungen auf das jetzige Leben und Auswirkungen auf die Erfahrungen nach dem Tod. Ihr Wert ist absolut einzigartig und liegt in der Entwicklung geistiger Reife und der Verwirklichung innerer Fülle. Sich im reinen Bewusstsein zu stabilisieren und so die begrenzenden Erfahrungen des Ichs zu überschreiten, hebt den Wert des menschlichen Lebens absolut. So ein Leben in Hingabe führt von sich aus zu Selbsterkenntnis, innerer Loslösung und Liebe, zu Klarheit und Einfachheit. Wir wachsen auch in eine völlig natürlich empfundene Art der Entsagung hinein, vom Haben-wollen und Wer-sein-wollen zu einem spontanen, göttlichen Ausdruck des Seins an sich. Das Sein, leuchtend im Hier und Jetzt, zeigt immer bereits Anzeichen von innerer Freiheit, Fülle, Liebe und Glück. Amrita

Über Geburt und Tod hinaus

Die Wirklichkeit, die immer ist, hat gar nichts mit Geburt und Tod zu tun. Obwohl die Vorgänge von Geburt und Tod in ihr erscheinen und erfahren werden, ist sie stets frei davon.
Die Wirklichkeit ist immer. Und genauso finden Leben und Sterben immerzu in dieser Wirklichkeit statt. Geburt und Tod sind lediglich Tore zwischen Form und Formlosigkeit. Sie sind Ereignisse der Formgebung und Formauflösung. Täglich sterben hunderttausende Menschen und werden hunderttausende Menschen geboren … ein ewiges Kommen und Gehen, das die Wirklichkeit nicht berührt.
Alle Ereignisse finden immer in der Gegenwart statt, in dem, was du in Wahrheit bist – Wirklichkeit an sich. Auch der Tod wird ein Ereignis in der Gegenwart sein, eine Erfahrung im Licht deiner göttlichen Anwesenheit. Und je nachdem, ob du deine Identität im reinen Bewusstsein oder im konditionierten Bewusstsein eingenommen hast, also in der Erkenntnis
oder Nicht-Erkenntnis des Selbst, wird sich das Leben nach dem Übergang für dich gestalten. Weiterlesen

Loslassen

Fließe sanft und vertrauensvoll durch alles hindurch, und über alles hinaus, bis nur du Selbst übrig bleibst, strahlend und pur. Es ist wirklich niemand gänzlich verloren oder getrennt von der inneren Quelle von SEIN, BEWUSSTSEIN und SELIGKEIT, auch du nicht. Folge dieser Spur tief in dein Herz. Dort verliert sich das Gefühl der Verzweiflung, der Ausweglosigkeit, der Hilflosigkeit und Schutzlosigkeit. Dort verliert sich das trügerische Gefühl des Getrennt-seins.
Sei still und schau.

Letting go

Flow softly and full of trust through everything and beyond everything until your Self alone remains, radiant and pure. Noone is truly and fully lost or seperate from the inner source of BEING, CONSCIOUSNESS and BLISS, you neither. Follow this track deep into your heart. There the feeling of being desperate, hopeless, helpless and without protection, disappears. The illusory sense of feeling seperate dissolves. Be still and see.

Meditation – ist das wichtig?

stripe-buddhaMeditation ist sicher für viele Menschen der Schlüssel zu innerer Gelassenheit, Stabilität und Kraft. Sie ist die nach Innen gerichtete Aufmerksamkeit, eine sammelnde zentrierende und sich selbst verankernde Kraft. Sie macht uns ausgerichtet und stärkt den Geist. Ohne Einübung in Meditation ist es den meisten Menschen unmöglich, sich derart in sich Selbst fallen zu lassen und zu versenken, dass Frieden und Seligkeit als eine innere Wirklichkeit erfahren werden.
Was es dem Einzelnen so schwer macht, sich zu entspannen und nach Innen hin zu öffnen, sind angelerntes Verhalten, jahrelange Gewohnheiten und Neigungen, sowie starre Denk- und Fühlmechanismen. Sie verhindern Hingabe an das innere Licht, Hingabe an den stillen Raum. Außerdem lebt der heutige Mensch fast ausschließlich auf äußere Dinge bezogen. Er hat kaum Mittel und Werkzeuge sich den weltlichen Verlockungen und Illusionen zu entziehen, oder sie auch nur als solche zu erkennen. Immer wieder wird seine Aufmerksamkeit „automatisch“ nach außen gelenkt … und fühlt sich der Mensch „automatisch“nach außen gezogen. Weiterlesen